AFX Capital Forex- und CFD Broker Erfahrungen – Test und Bewertung

AFX Capital Forex & CFD Broker

AFX Capital wurde im Juli 2019 von der zyprischen Finanzaufsicht CySec die Zulassung entzogen. Aktuell läuft ein Verfahren zur Erstattung von Kundengeldern. Zwei Wochen nach der CySec entzog auch die britische Finanzaufsicht FCA dem Broker die Zulassung.

Expertentipp
Gerade beim Handel mit CFDs ist ein seriöser Broker wichtig. Denn Differenzkontrakte werden oft direkt mit dem Unternehmen gehandelt, also nicht über einen offiziellen Börsenplatz. Auch einige Aktienbroker wie flatex oder die Consorsbank bieten CFDs, wir raten aber zu einem spezialisierten CFD-Broker. Deren Angebot ist besser und die Trennung hilft, Spekulation und Investition nicht zu vermischen. Denn der Handel mit CFDs ist riskant. Wir empfehlen den Broker eToro. 
Jetzt CFDs bei eToro handeln!

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko. 75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Welches Handelsangebot bot AFX Capital?

AFX Capital bietet über den Broker STP Forex- und CFD-Trading an. Insgesamt bietet der Broker die folgenden Assets:

  • Mehr als 30 Währungspaare
  • 11 Aktienindizes
  • Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium
  • Energieträger Öl
  • 7 Agrarrohstoffe
  • 7 Bonds
  • Aktien aus den USA, Deutschland und Italien

Damit bietet der CFD- und Forex-Broker ein eher kleines Angebot, deckt jedoch alle wesentlichen Assetklassen und die beliebtesten Basiswerte ab. Auch wenn Spezialisten und Trader mit sehr besonderen Anforderungen die bevorzugten Underlyings nicht finden werden, wird ein Großteil der Trader durchaus zufrieden mit dem Angebot sein und keine weiteren Assets vermissen.

Der Webauftritt von AFX Capital

Der Webauftritt von AFX Capital


Widget not in any sidebars

Kontomodelle bei AFX Capital

AFX Capital bietet im Rahmen seines Brokerangebotes STO gleich fünf unterschiedliche Accounttypen an:

  • STO Classic
  • STO Premium
  • PRO
  • VIP
  • AFX Fast

Alle bieten dabei teils sehr unterschiedliche Bedingungen. Am meisten sticht sicherlich das AFX Fast aus der Masse heraus. Es kann nur über die Handelsplattform AFX Fast genutzt werden und bietet nur vier der sieben möglichen Assetklassen. Der Hebel ist zudem mit 1:100 am geringsten, die Spreads beginnen jedoch bereits bei 0.4 Pips.

Im STO Classic-Account verzichtet der Broker auf Kommissionen und erhebt ausschließlich Spreads. Je nach Herkunft des Traders reicht dabei eine Mindesteinzahlung von 100 oder 200 Euro. Im Premium- und AFX Fast-Konto sind es hingegen 2.000 Euro Mindesteinzahlung, im PRO-Account 10.000 Euro und im VIP-Konto 50.000 Euro.

Wie hoch sind die Tradinggebühren bei AFX Capital?

Bei AFX Capital richten sich die Gebühren auch nach den unterschiedlichen Kontomodellen. Bei den wichtigsten Basiswerten müssen Trader mit den folgenden Kosten rechnen:

STO Classic Premium Pro VIP AFX Fast
EURUSD 1,8 0,4 0,3 0,2 0,5
USDJPY 1,8 0,4 0,6 0,3 0,8
GBPUSD 2,1 0,7 0,7 0,6 1,8
USDCHF 2,2 0,7 0,7 0,6 1,5
EURGBP 2,2 0,6 0,6 0,5 1,2
DAX 2 2 1 1 1
S&P 500 0,6 0,6 0,5 0,5 0,5
Gold 38 34 30 28 30
Kommission je 100.000 USD Keine 2.5 USD 2 USD 1.5 USD 2.5 USD

 

Damit sind die Gebühren teilweise sehr günstig, allerdings müssen Trader dafür auch ausreichend Kapital mitbringen. Wer die günstigsten Konditionen im VIP-Konto nutzen möchte, muss immerhin 50.000 Euro einzahlen. Dann bietet der Broker jedoch hervorragende Konditionen, die auch mit sehr günstigen Brokern mithalten können. Auch in den anderen Konten kann das Zusammenspiel von Spread und Kommission bei den meisten Basiswerten überzeugen. Im STO Classic-Konto sind die Spreads nicht all zu günstig, aber immer noch akzeptabel.

Der Broker bietet zudem auch ein Rabattprogramm an, das Tradern 3 US-Dollar je Standard-Lot zurückzahlt. Die maximale Höhe ist dabei nicht begrenzt. Teilnehmen können allerdings nur Trader, die den Classic MT4-Account nutzen.

AFX Capital STO und Quantic

Das Handelsangebot wird über zwei Bereiche gehandelt. STO und Quantic

Welche Konditionen müssen Anleger beachten?

Das Unternehmen verlangt keine Depotgebühren. Auch Inaktivitätskosten sind nicht vorgesehen. Welche Konditionen sonst für Trader gelten, hängt auch davon ab, welches Kontomodell sie gewählt haben. So bietet der Broker in den beiden STO-Accounts einen maximalen Hebel von bis zu 1:500. Im PRO- und VIP-Account können Trader hingegen nur maximal auf einen Hebel von 1:100 zurückgreifen und im AFX Fast wird der maximale Hebel noch mal halbiert. Trader müssen sich allerdings generell für höhere Hebel als 1:50 freischalten lassen.

Der Margin Call erfolgt mit Ausnahme des Pro-Accounts (150 %) bei einer Schwelle von 100 %. Das Stop-Out-Level unterscheidet sich jedoch bei den fünf Accounts teilweise sehr deutlich. Im Classic-Account greift es erst bei 20 %, im VIP-Account schon bei 100 %.

AFX Capital verzichtet nicht auf die Nachschusspflicht, sodass Trader mehr Geld verlieren können, als sie eigentlich eingezahlt haben.

Jetzt zum Angebot von eToro

FCA oder CySEC: Welche Regulierung sollten Kunden wählen?

AFX Capital verfügte bis Juli 2019 über zwei unterschiedliche Lizenzen innerhalb der EU. Dann wurde ihm zunächst von der CySec die Zulassung entzogen. Obwohl die FCA als die deutlich striktere Regulierungsbehörde galt, griff sie erst zwei Wochen später ein.

AFX Capital Regulierung

AFX Capital Regulierung bis Juli 2019

Jetzt CFDs bei eToro handeln!

Risikohinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko. 75% der Konten von Privatanlegern verlieren Geld, wenn sie CFDs von diesem Anbieter handeln. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

MT4 und Eigenentwicklung als Handelsplattform

AFX Capital setzt auf den MetaTrader 4 als Trading-Software. Kunden können die Handelsplattform ohne Mehrkosten nutzen und erhalten somit Zugriff auf eine sehr leistungsfähige und funktionale Trading-Software. Der MetaTrader 4 gilt als die beliebteste Handelsplattform unter den Privatanlegern und kaum ein Händler schafft es, an ihr vorbei zu kommen.

Grund für die Beliebtheit ist die Vielseitigkeit der Trading-Software. Kunden können zahlreiche Orderarten verwenden, über zwanzig optische Analyse-Tools und mehr als 30 bereits eingebaute technische Indikatoren nutzen. Zudem lassen sich weitere Tools, Indikatoren und Funktionen unkompliziert über Add-Ons hinzufügen. Genauso herausragend sind die Möglichkeiten beim automatisierten Trading. Die Handelsplattform ermöglicht dank MQL4 die unkomplizierte Umsetzung eigener Strategie oder deren Verbreitung über EAs.

Zudem bietet der Broker die Eigenentwicklung AFX Fast an. Sie soll sich nach Angaben von STO durch besonders geringe Latenzzeiten auszeichnen. Zudem kann die Trading-Software die Markttiefe anzeigen, sodass Trader die Liquidität besser einschätzen können. Auch AFX Fast lässt sich individuell anpassen.

Ein- und Auszahlungen bei AFX Capital

AFX Capital arbeitet mit zahlreichen Zahlungsdienstleistern zusammen, die die Einzahlung für den Kunden möglichst komfortabel machen sollen. Dazu gehören:

  • Banküberweisung
  • Kreditkartenzahlung per Visa oder MasterCard
  • Skrill
  • Neteller (nur CySEC)
  • Safecharge
  • UnionPay
  • WebMoney (nur CySEC)
  • Qiwi (nur CySEC)

Bei Einzahlungen übernimmt der Broker sämtliche Kosten. Eine direkte Gutschrift ist leider selbst dann nicht garantiert, wenn der Kunde Zahlungsdienste nutzt, die eigentlich genau dies ermöglichen. Der Broker gibt an, dass die Bearbeitungsdauer bis zu einem Werktag in Anspruch nehmen kann. Die Mindesteinzahlungssumme beträgt bei allen Zahlungsmethoden mit Ausnahme der Banküberweisung 20 Euro. Dort sind es 200 Euro.

Der Broker zahlt ebenfalls Beträge ab 20 Euro (100 Euro bei Banküberweisung) aus. Wie lange es dauert, bis AFX Capital das Geld ausgezahlt hat, hängt auch von der Zahlungsmethode ab. Hier ist die Banküberweisung mit zwischen ein und fünf Tagen etwas im Vorteil. Bei den meisten andere Zahlungsarten dauert es mindestens drei Tage.

AFX Capital Kontakt

AFX Capital Kontakt: Der Support steht leider nicht in deutsch zur Verfügung.

Gibt es ein Demokonto oder Lernmaterial?

AFX Capital bietet Kunden die Möglichkeit, einen Demo-Account für den MetaTrader 4 zu nutzen. Für die AFX Fast-Handelsplattform gilt dies ebenfalls, auch wenn es auf den ersten Blick anders aussieht. Wer sich für ein Demokonto angemeldet hat, kann ein AFX Fast Demokonto gesondert beantragen.

Für Einsteiger bietet der CFD- und Forex-Broker zudem ein Bildungszentrum, das aus verschiedenen Themen mit Unterlektionen besteht und so vor allem Einsteigern dabei helfen soll, sich schnell beim Trading zurechtzufinden. Teil des Angebots sind auch Webinare, die unterschiedliche Themen behandeln, die durchaus auch für fortgeschrittene Trader interessant sein können.

Weitere Servicedienstleistungen und Informationsdienste

STO bietet seinen Tradern häufig sogar mehrere Artikel am Tag, dies sich aus Marktnachrichten, Technischer Analyse oder wöchentlichem Bericht zusammenstellen. Teil des Angebots ist natürlich auch ein Wirtschaftskalender. Darüber hinaus bietet der Broker jedoch keine weiteren Analysen oder Handelssignalen, sodass STO in diesem Bereich nicht zu den besten Anbietern zählt.

Aktive Trader können jedoch einen kostenfreien VPS-Service nutzen, wenn sie entweder eine Einzahlung von 2.000 Euro tätigen oder mindestens fünf Lot im Monat handeln.

Wie können Anleger den Kundenservice erreichen?

AFX Capital Markets bietet grundsätzlich leider keinen deutschsprachigen Support. Dafür nimmt der deutsche Markt anscheinend einen zu geringen Stellenwert bei STO an. Anleger können jedoch sowohl Telefonnummer in Zypern als auch in UK nutzen. Der Broker bietet diverse E-Mail-Adressen und Durchwahlen, die es ermöglichen sollen, möglichst schnell einen kompetenten Ansprechpartner zu erreichen. Außerdem besteht die Möglichkeit, den LiveChat zu nutzen.

Für Trader aus Deutschland sind der Support und dessen Erreichbarkeit derzeit jedoch sicherlich noch nicht optimal.

Fazit: AFX Capital Markets

Der Broker hat seine Regulierung verloren, seit ihm im Juli 2019 zunächst die zyprische CySec und zwei Wochen später die britische FCA die Zulassung entzogen. Aktuell läuft ein Erstattungsverfahren. Wir empfehlen für den CFD Handel einen seriösen Broker. Wichtig ist außerdem, die Spekulation von der Geldanlage zu trennen. Unser Tipp für alle, die gerne mit CFDs handeln wollen: Geben Sie sich ein Budget zum „zocken“ und eröffnen Sie damit ein Konto bei eToro. Der Broker gefällt uns vor allem wegen des Social Trading. Dabei können Händler sich austauschen, einzelne Werte kommentieren oder auch andere Trader beobachten, sie teilweise sogar kopieren. Mit dem Geld, dass Sie für die Zukunft zurücklegen wollen, eröffnen Sie ein ETF-Depot. Noch einfacher machen Sie es sich, wenn Sie ein Konto bei einem Robo Advisor wie quirion, Oskar oder Robin eröffnen. Dann sucht ein Algorithmus für sie die passenden ETFs aus. Die Verwaltungsgebühren dafür sind sehr niedrig (meist unter 1,0 Prozent, plus Gebühren für ETFs). Dafür entfallen die Kaufgebühren und die Anbieter suchen meist besonders günstige ETFs. Außerdem sparen Sie sich so viel Arbeit.

Jetzt automatisiert verwaltetes ETF-Depot bei Oskar eröffnen!

Vorsicht auch vor diesem Broker: Unsere Forexyard Forex- und CFD Broker Erfahrungen haben gezeigt, dass es sich auch hierbei um einen unseriösen Anbieter handelt. In diesem Fall wurde sogar die Website ganz geschlossen. Welche Auswirkungen das auf bestehende Kundenkonten hat, bleibt abzuwarten. Wir empfehlen daher einen sorgsamen Vergleich!