Alpari Erfahrungen – Test und Bewertung

Alpari Erfahrungen – Test und Bewertung

Alpari Erfahrungen

Alpari wurde bereits 1998 gegründet. Bis Anfang 2015 war der Broker auf dem deutschsprachigen Markt vertreten. Allerdings traf die Entkoppelung des Schweizer Franken vom Euro den Broker hart: Er musste Insolvenz anmelden und ist seitdem nur noch im englischsprachigen Raum vertreten. Möglich ist dies nur deswegen, weil parallel zwei unabhängige Schwesterfirmen existierten und die russische Schwester die Krise ohne rechtliche und finanzielle Konsequenzen überstand.

Alpari Geschichte

Das Unternehmen hinter dem Forexbroker wurde am 24.12.1998 im russischen Kasan gegründet. Im Jahr 2000 war es einer der ersten Anbieter, die sich auf das Online-Geschäft spezialisierten. Möglich wurde dies auch dadurch, dass sich das Unternehmen zu einer Zusammenarbeit mit MetaTrader entschloss und das Analyse-Tool in sein Angebot aufnahm. Trader konnten auf diese Weise automatisch traden, was zu diesem Zeitpunkt nur bei wenigen anderen Anbietern möglich war.

In der Folge expandierte Alpari stark. Einer der Kernmärkte war Großbritannien, wo das Unternehmen durch die dort ansässige Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA) seit 2006 reguliert wurde. Darüber hinaus wurde das Unternehmen auch in Zypern lizensiert, wo es 2010 eine Niederlassung gründete. Auch in Indien, Deutschland, China, Japan, Dubai und Neuseeland ist oder war das Unternehmen vertreten.

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Alpari baut sein Angebot auch im Bereich binäre Optionen aus

Im Rahmen der Umstrukturierung als Limited wurden 2013 einige Niederlassungen geschlossen. Dennoch zählte Alpari in vielen Ländern zu den bekanntesten Anbietern des Forex-Handel und baute sein Angebot auch im Bereich binäre Optionen aus.

Einen Schicksalstag erlebte die britische Tochter des Unternehmens allerdings am 15. Januar 2015. Die Entkoppelung des Schweizer Franken erwies sich als Tragödie und es musste Insolvenz anmelden. Alpari zog sich daraufhin vom westeuropäischen Markt zurück und ist vor allem noch in Russland aktiv. Im März 2016 konnte es dort einen Umsatz von 88,1 Billiarden verzeichnen und zählt im Heimatland somit zu den erfolgreichsten Forex-Brokern.

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Krise der Forex-Broker durch den Schweizer Franken

Auch wenn viele Kunden hauptsächlich gute Erfahrungen mit Alpari machen konnten, konnte der Broker die Franken-Krise als einer der wenigen großen Forex-Broker nicht erfolgreich überstehen und musste Insolvenz anmelden. Grund war ein plötzlicher Kurssprung beim Schweizer Franken:

  • Der Wechselkurs des Schweizer Franken wurde aufgrund der Eurokrise an den Euro gekoppelt. Von Mai 2010 bis August 2011 stieg der Franken um 30 % gegenüber dem Euro an, sodass sich die Schweizer Nationalbank (SNB) im September 2011 zu einer Koppelung des Schweizer Franken an den Euro entschloss und den Mindestkurs auf 1,20 Franken je Euro festsetze.
  • Dies führte dazu, dass der Schweizer Franken für Anleger als sehr sicher Allerdings wertete der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich ab, was den Franken gegenüber der US-Währung zu sehr schwächte. Zudem wurde es zu teuer, den Mindestkurs zu halten. Deswegen entschloss sich die SNB am 15. Januar 1015 für eine Aufhebung der Koppelung.
  • In der Folge brach der Wechselkurs des Euros zum Schweitzer Franken stark ein und lag zeitweise sogar unter einem Franken.
  • Auch der Kurs des U-Dollars sank von 1,02 Schweizer Franken auf 0,86 Schweizer Franken.
  • Dies führt dazu, dass viele Kunden, die einen Hebel genutzt hatten, deutlich ins Minus rutschten.
  • Die Eigenkapitaldeckung reichte häufig nicht aus, um den Verlust auszugleichen.
  • Stops griffen häufig nicht oder nicht schnell genug, weil die Order nicht ausgeführt werden konnten oder institutionelle Anleger bereits vor der Öffnung der Märkte handelten.
  • Da die Broker die Verluste übernehmen mussten, die nicht von ihren Kunden gedeckt waren, wurden bei vielen Anbietern die liquiden Mittel völlig aufgebraucht und mehrere befanden sich am Rand der Zahlungsunfähigkeit.
  • Der Forex-Anbieter Global Brokers vermeldete als erster Anbieter, dass er Insolvenz anmelden muss.
  • Es folgte der britische Broker Alpari. Auch ein Verkauf stand als mögliche Alternative im Raum.

Auch wenn es nahe liegt, der britischen Alpari-Tochter ein schlechtes Wirtschaften vorzuwerfen, ist dies nur bedingt richtig. Stattdessen zeigt die Pleite des Forex-Brokers, dass der Anbieter das Risiko seiner Kunden mittrug und sich nicht an ihren Verlusten bereicherte. Die Insolvenz ist also auch als ein Zeichen der Fairness zu sehen und nicht nur negativ zu betrachten. Natürlich ist dies für Kunden, die nicht mit Schweizer Franken handelten, jedoch nur ein schwaches Trostpflaster.

Einlagensicherung schützte die Kunden

Alpari hat als Konsequenz seinen Kundenbestand an die ETX Capital verkauft. Die Kunden hatten dann die Möglichkeit, ihr Konto auf den neuen Anbieter zu übertragen. Diese belohnten die Neukunden zudem mit einem Bonus.

Für alle Kunden, die sich dagegen entschieden, griff die Einlagensicherung der FSCS, die notwendig ist, um eine Lizenz innerhalb der EU zu erhalten. Allerdings griff diese auch nur in einer bestimmten Höhe. Hier dauerte der Zeitraum von Insolvenz und Auszahlung vier Monate.

Unabhängig davon, für welchen Anbieter sich die Kunden entschieden, konnten sie 55 Cent je US-Dollar zurückerhalten. Begrenzt war die Zahlung auf maximal 50.000 Britische Pfund.

Nachschussforderungen durch Alpari

Alparis Insolvenzverwalter versucht inzwischen, die Nachschussforderungen von betroffenen Kunden in Deutschland durch ein Inkassobüro einzutreiben. Nach CCI Legal Services wurde die britische Kanzlei Beeston Shenton beauftragt, die die Aggressivität noch einmal steigerte und auch vor der Androhung von Klagen nicht zurückschreckt.

Die BSZ e. V. Anlegerschutzanwälte, die zahlreiche geschädigte Anleger vertreten, rät dazu, keine Zahlungen zu leisten. Die Klage in England ist nach ihrer Ansicht unzulässig. Auch die entsprechenden Gerichtsstandvereinbarungen in den AGBs seien nicht wirksam und somit auch kein Vertragsbestandteil geworden. Auch materiell-rechtlich hätten die Forderungen keine Grundlage. Stattdessen streben die Anlegeschutzanwälte eine vollständige Abwehr der Ansprüche oder einen geringen symbolischen Vergleich an.

Alpari Angebot

Dass die Anleger lange Zeit von positiven Alpari Erfahrungen berichteten, lag nicht zuletzt am großen Angebot des Brokers. Der Broker zeichnete sich durch ein vielseitiges Angebot aus, dass sowohl bei Einsteigern als auch bei institutionellen Tradern kaum Wünsche offen lässt. Auch die russische Variante bleibt hinter den großen Erwartungen, die die deutsche Niederlassung von Alpari geweckt hatte, nicht zurück. Wer sich für den Forex-Broker interessiert und die englische Sprache ausreichend beherrscht, kann den Broker aus Russland nach wie vor nutzen.

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Alpari Handelskonten

Alleine bei den Handelskonten stellte der Broker vier verschiedene Varianten zur Auswahl:

  • Mit dem Micro-Konto konnten auch Einsteiger ab 200 Euro Mindesteinzahlung handeln. Hier stand allerdings ausschließlich der Forex-Handel mit 34 Währungspaaren zur Verfügung.
  • Für den Handel mit CFDs war ein Classic-Konto erforderlich, dass ab einer Auszahlung von 500 Euro genutzt werden konnte und 15 verschieden CFD-Instrumente anbot.
  • Das Pro-Konto erhöhte die Währungspaare auf 57 und verzichtete auf eine Begrenzung der offenen Positionen. Wer mit 20.000 Euro doppelt so viel investierte, wie für die Eröffnung eines Pro-Kontos notwendig war, hatte mehr Wahl unter den Handelsplattformen und Analysetools, da neben dem Meta-Trader auch die Plattformen „Pro“ und „Direct Pro“ zur Verfügung standen.
  • Ein Demokonto bot Alpari sogar mit einer unbegrenzten Laufzeit an. Voraussetzung war allerdings eine regelmäßige Aktivität, wobei ein Login-Vorgang in dreiwöchigem Abstand bereits ausreichte.

Alpari Handelsangebot

Einer der größten Stärken des Brokers ist das vielseitige Handelsangebot. Der Trader kann zwischen Forex, CFDs und binären Optionen wählen.

Als Orderarten stehen die folgenden Zusätze zur Verfügung:

  • Market Execution
  • Stop Loss
  • Trailing Stop
  • Take Profit
  • If-Then Order
  • Pending Order
  • Stop Buy
  • If-Then Order

Der maximale Hebel ist dabei so groß, dass er schon kaum noch sinnvoll angewendet werden kann. Alpari erlaubt einen Hebel von 1:1.000 und ist damit für alle Trader geeignet, die ein sehr hohes Risiko eingehen möchten.

Die Spreads beginnen ab 1,6 Pips beim Handel als Market Maker, beim ECN-Handel hängen die Kommissionen auch vom Kundenkonto ab. Die Margin beträgt mindestens 0,2 Prozent und gehandelt werden können Trades ab einem Mikro-Lot. Sowohl Scalping als auch Hedging sind erlaubt und der automatische Handel über Expert Advisors ist ebenfalls genehmigt.

Alpari Service

Alpari bietet eine Kundenhotline an, die mit britischer Vorwahl erreicht werden kann. Da hier für die meisten deutschen Trader Zusatzkosten entstehen können, empfiehlt es sich den Live Chat zu nutzen.

Alpari arbeitet mit den folgenden Zahlungsdienstleistern zusammen:

  • MasterCard
  • Visa
  • Skrill
  • Neteller
  • Maestro

Natürlich ist es auch möglich, per Überweisung Ein- und Auszahlungen vorzunehmen.

Alpari Weiterbildungsmöglichkeiten

Alpari ist und war auch deswegen unter Einsteigern und fortgeschritteneren Tradern beliebt, weil das Angebot an Weiterbildungsmöglichkeiten und Analysen deutlich ausgeprägter ist, als dies bei anderen Brokern der Fall ist. Zum Angebot gehören neben dem Demokonto, dass sich hervorragend dazu eignet, erste Erfahrungen zu sammeln auch:

  • Morgendlicher Bericht
  • Forex-Grundlagen
  • Tägliche Analyse
  • Fundamental-Analyse
  • Trading-Nachrichten und Makro-Daten
  • Einführung in MetaTrader 4
  • Einführung in den Forex-Handel

Hier zeigt sich schnell, dass Alpari im Vergleich zu anderen Anbietern ein deutlich umfangreicheres und auch in vielerlei Hinsicht tiefergehendes Lehrmaterial anbietet, als dies bei der Konkurrenz der Fall ist. Die Videos stehen größtenteils als Broadcast nur zu bestimmten Zeiten zur  Verfügung, die vorher angekündigt werden.

Fazit:

Alpari hat im Rahmen der Schweizer Franken-Entkoppelung sicherlich keine allzu glückliche Figur abgegeben. Dennoch steht außer Frage, dass der Broker seine Kunden zu jeder Zeit fair behandelt hat. Das russische Unternehmen bietet nach wie vor das umfangreiche Angebot und die guten Konditionen, wegen denen sich der Forex-Broker auch auf dem deutschen und westeuropäischen Markt etablieren konnte. Auch heute noch ist das Demo-Konto, das lebenslang genutzt werden kann, eines der besten und interessantesten Angebot, die auch die russische Webseite für alle Trader, die englisch beherrschen, zur echten Alternative macht.

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