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Aktiendepot Erfahrungen & Test

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Tradeinvest 90 Erfahrungen

Tradeinvest 90 ist ein junger CFD- und Forex-Broker. Ein gutes Angebot oder ist Tradeinvest 90 Betrug? Wir haben uns umgehört. Leider gibt es im Internet eine ganze Reihe von kritischen Stimmen zu dem Broker. Wir haben selbst recherchiert und einige Erfahrungen aus dem Netz zusammengefasst.

Das wichtigste in Kürze:

  • CFD- und Forex-Broker
  • Wenig Informationen auf der Website
  • Finanzierung über Spreads
  • Zusätzlich Wartungs-, Auszahlungs- und Inaktivitätsgebühr
  • Großes Angebot an Währungspaaren und Aktien
  • Viele Zahlungsmöglichkeiten
  • Hebel bis 200
  • Kein Demokonto
  • Keine Angaben zu Regulierung und Firmensitz

Hinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. Zwischen 74% und 89% der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs Geld. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Was ist Tradeinvest 90?

Tradeinvest 90 ist kein klassischer Wertpapierbroker, sondern ein CFD-Trading-Unternehmen. Zielgruppe sind spekulativ ausgerichtete Daytrader, die auf kurzfristige Schwankungen spekulieren. So lassen sich in kurzer Zeit hohe Gewinne erzielen. Weil beim Handel mit CFDs nur ein kleiner Teil des Wertes der Basispapiere hinterlegt werden muss (Margin), werden mit wenig Geld große Summen gehandelt. Das erhöht die Gewinnmöglichkeiten zusätzlich – aber auch die Verluste.

CFD Betrug

Wie geht es weiter? Bei CFD-Brokern gilt es, den weiteren Kursverlauf vorherzusagen.

Zudem schaffen es nur wenig Trader, die kurzfristige Entwicklung der Kurse zuverlässig vorherzusagen. Mehr als 80 Prozent der CFD- und Forexbroker machen Verluste.

Wichtig: Wer langfristig Vermögen aufbauen will, sollte unsere Ratschläge zum Geld anlegen lesen. Besser aufgehoben ist er bei einem klassischen Wertpapierbroker mit Direktbank, beispielsweise der Consorsbank. Oder man lässt sein Geld, ganz zeitgemäß, von einem Robo Advisor anlegen. Eine solche teilautomatisierte Vermögensverwaltung bietet beispielsweise die Comdirect Bank mit dem Cominvest Depot. CFDs und Forex sind nur für spekulativ eingestellte, risikobereite Trader attraktiv.

Was lässt sich kaufen?

Trading 90 bietet CFDs sowie den Handel mit Devisen (Forex). Rund 50 Devisenpaare werden aktuell angeboten, darunter viele mit Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum. Bitcoins beispielsweise lassen sich als Paar zum Euro, zum US-Dollar oder zu anderen Kryptowährungen kaufen.

Nextmarkets CFD

Statt echter Aktien bietet Tradinvest 90 Differenzkontrakte.

Ähnlich groß ist das Angebot an Aktien. Viele stammen aus den USA, beispielsweise Apple oder AT&T. Aber auch aus anderen Industrienationen wie Deutschland sind viele Aktien vertreten, beispielsweise BMW oder Beiersdorf. Auffallend viele Firmen stammen auch aus Russland.

Übersichtlich ist dagegen das Angebot an Indizes, gerade Mal sechs Stück werden aufgeführt, darunter auch der Dow Jones und der DAX. Ebenso viele Rohstoffe gibt es.

 


Hebel bis 200

Beim Kauf eines Währungspaares müssen Kunden teilweise nur 0,5 Prozent des Wertes der Position tatsächlich hinterlegen. Das bedeutet, dass sich Währungen mit einem Hebel von bis zu 500 handeln lassen. Genauso hoch ist der maximale Hebel auch bei CFDs.

So lassen sich mit 1.000,- Euro Devisen im Wert von 200.000,- Euro kaufen oder verkaufen. Entsprechend hoch können die Gewinne sein.

Betrug

Die Website von Tradeinvest 90.

Allerdings steigen damit auch die möglichen Verluste. Bei einem Hebel von 200 reicht ein Verlust von 0,5 Prozent, um das gesamte eingesetzte Kapital zu verlieren (0,5 Prozent * 200 = 100,0 Prozent).

Tradeinvest 90 Kosten

Tradeinvest 90 bewirbt sein Angebot als gebührenfrei. Tatsächlich fallen keine Ordergebühren an, dafür aber eine ganze Reihe anderer Kosten.

Wie die meisten CFD-Broker finanziert Trading 90 sich aus der Differenz von Kauf- zu Verkaufskursen, dem sogenannten Spread. Die Kurse zu denen Trader kaufen liegen immer etwas höher als der Kurs, zu dem andere Trader zum gleichen Zeitpunkt die Position verkaufen können. Ein Umstand, den man auch vom Geldwechseln kennt.

Monatgebühr Tradeinvest 90

Tradeinvest 90 verlangt eine Monatsgebühr.

Gleichzeitig verlangt Trading 90 aber noch eine monatliche Wartungsgebühr, also einen Monatsbeitrag. Obwohl damit auch inaktive Trader monatlich Geld bezahlen müssen, berechnet Trading 90 zusätzlich noch eine Inaktivitätsgebühr, wenn in einem Monat nicht gehandelt wurde.

Bei Auszahlungen fallen zusätzlich noch 3,5 Prozent Servicegebühr an, mindestens 30,- Euro. Werden CFDs oder Devisenpaare über Nacht gehalten, kostet auch das zusätzliches Geld. Insgesamt verlangt der Broker damit sehr viele Gebühren.

Ein- und Auszahlungen

Sehr gut ist die große Vielfalt an Zahlungsmöglichkeiten. Kunden können beispielsweise per Überweisung, mit Skrill, Kreditkarte, Yandex, Neteller oder WebMoney bezahlen. Auch die PaySafeCard und AstroPay gehören zum Angebot.

Bei Auszahlungen verlangt der Broker, wie erwähnt, eine Gebühr in Höhe von 3,5 Prozent, mindestens aber 30,- Euro. Somit fallen bis 857,14 Euro immer 30,- Euro Gebühren an, dann mehr.

Kosten

Im Internet finden sich Kommentare von Nutzern, die Tradeinvest vorwerfen ihr Guthaben nicht ausgezahlt zu haben.

Nach Angaben des Brokers sind ausgezahlte Gelder nach sieben Tagen auf dem Konto des Kunden, allerdings berichten im Netz Kunden davon, dass sie keine Auszahlung erhalten hätten (siehe Trading 90 Erfahrungen anderer Nutzer).

Website, Kundenservice und Support

Die Website ist durchgehend in deutscher Sprache gehalten. Es gibt eine Fragen-und-Antworten Seite und einen Support, der telefonisch oder per E-Mail von Montag bis Samstag rund um die Uhr erreichbar ist.

Allerdings fehlt eine übersichtliche Seite zu den Kosten, die Informationen muss man in den FAQ suchen. Vor allem aber fehlen sämtliche Informationen zur Regulierung und zum Firmensitz. Die Informationen in der Rubrik „Unser Unternehmen“ sind nichtssagend.

Trader

Trader erhalten wenig Unterstützung. Nahezu einziges Informationsangebot ist der Wirtschaftskalender.

Schwerer wiegt aber, dass Informationen zu den Geschäftsbedingungen fehlen. In der gleichnamigen Rubrik finden sich zwei Sätze in englischer Sprache die darauf hinweisen, dass der Kunde selbst dafür verantwortlich sei zu prüfen, ob Trading 90 in seinem Land überhaupt zugelassen ist. Man würde ja verstehen, dass Gesetze von Land zu Land verschieden seien, heißt es dort. Dass man von seinem Heimatland auf die Seite zugreifen könne bedeute deshalb nicht, dass der Dienst von Trading 90 dort auch zugelassen sei.

Trading 90 Regulierung

Der Hinweise auf eine mögliche Illegalität und das Fehlen jeglicher Informationen zu Regulierung und Sitz lassen eigentlich nur den Schluss zu, dass Trading 90 nicht reguliert ist und keine Lizenz besitzt, in der Europäischen Union seine Dienste anzubieten.

Hinweis: Nicht regulierte Broker sind eine Gefahr für das angelegt Geld.

Trading 90 Erfahrungen anderer Nutzer

Unsere kritische Einschätzung zur Regulierung wird dadurch verstärkt, dass sich auf vielen Internetseiten Beschwerden zu Trading 90 finden. Oft geht es um Auszahlungen, die nicht geleistet sein sollten. Andere Nutzer berichten davon, dass sie zu einer weiteren Einzahlung gedrängt wurden, damit man ihre Anfrage bearbeite.

Wie wahr solche Anschuldigungen sind, kann Aktien.net nicht überprüfen. Allerdings fällt auf, dass es bei Trading 90 sehr viele kritische Stimmen gibt.

Trading 90 Alternativen

Die hohe Zahl kritischer Kommentar und die fehlenden Angaben zur Regulierung sind kein Beweis dafür, dass Trading 90 Betrug ist. Da es aber eine ganze Reihe regulierter und guter Broker gibt, sollten Kunden kein Risiko eingehen.

Tradeinvest 90 Betrug

Plus500 ist ein regulierter und zugelassener Broker.

Wie erwähnt ist der Handel mit Forex und CFDs vor allem für spekulative Trader geeignet, da rund 80 Prozent der Kunden Verluste machen. Wer also langfristig Geld anlegen will, sollte unsere Ratschläge lesen und sein Geld einem etablierten Broker oder einem Robo Advisor anvertrauen.

Wer dagegen gerne spekuliert und auch Verluste in Kauf nehmen kann, dem bleiben zwei Möglichkeiten. Die eine ist ein günstiger Wertpapierbroker mit niedrigen Gebühren wie Degiro. Die zweite ist ein etablierter und regulierter CFD-Broker.

 


Fazit

Ob Trading 90 Betrug ist, können wir nicht endgültig klären. Aber vor allem die fehlenden Hinweise auf eine Regulierung stimmen uns kritisch. Hinzu kommt der Hinweis in den Geschäftsbedingungen, dass die Erreichbarkeit der Internetseite von Trading 90 aus einem Land kein Hinweis darauf sei, dass die Dienste dort auch legal seien. Wer mit CFDs oder Devisen handeln will, der findet ein breites Angebot auch bei seriösen Brokern wie Plus500. Für Einsteiger gut geeignet ist das begleitete Investieren bei nextmarkets. Der Handel mit CFDs und Forex ist aber in jedem Fall hochspekulativ. Wer langfristig Geld anlegen will, dem empfehlen wir deshalb unseren Beitrag „Geld anlegen 2018“.

Hinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. Zwischen 74% und 89% der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs Geld. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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