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Aktiendepot Erfahrungen & Test

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XMarkets, ist das nicht eine Marke der Deutschen Bank? Tatsächlich schlägt die Suchmaschine bei der Eingabe von XMarkets gleich XMarkets Deutsche Bank vor. Doch mit der Tochter für Zertifikate und Hebelprodukte von Deutschlands größtem Kreditinstitut hat XMarkets nichts zu tun. Die Konkurrenz schreibt sich X-markets. Bei XMarkets handelt es sich dagegen um einen CFD- und Forexbroker von den Seychellen. Ist XMarkets Betrug? Einiges spricht dafür. Das zeigen der XMarkets Test und unsere XMarkets Erfahrungen.

Das wichtigste in Kürze:

  • CFD- und Forex-Broker
  • Wenig Informationen zur Regulierung
  • Finanzierung über Spreads
  • Sitz auf den Seychellen

Wer ist XMarkets?

Viele Informationen finden Interessenten auf der Website von XMarkets über das Unternehmen nicht. Zwar gibt es eine Kategorie „Über uns“, doch dort stehen vor allem Marketingversprechungen. Natürlich will auch XMarkets der innovativste, schnellste und sicherste Broker sein.

Bei XMarkets handelt es sich um einen Devisen- und CFD-Broker. Hier werden also Devisen gehandelte sowie Differenzkontrakte. Bei einem Differenzkontrakte, kurz auch CFD von Contract for Differenz, kauft man ein Wertpapier nicht direkt, sondern nur das Recht von der Kursdifferenz zu partizipieren. Ein CFD entwickelt sich meist genauso wie de zugrunde liegende Basiswert, beispielsweise der DAX. Allerdings gibt es oft einen Hebel, die Gewinne und Verluste sind bei einem Hebel von 20 beispielsweise 20 Mal so hoch wie beim Kauf der Aktie.

XMarkets CFD

XMarkets ist ein Broker für Devisen und Differenzkontrakte. Mit der Deutsche Bank Tochter X-markets hat er nichts zu tun.

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat kürzlich klargestellt, dass die Firma in Deutschland keinerlei Berechtigung besitzt, Finanzdienstleistungen anzubieten.

Wichtig: CFDs wenden sich an spekulativ agierende Trader, die Wertpapiere überwiegend am gleichen Tag kaufen und verkaufen. Wer langfristig Geld anlegen will, findet Informationen dazu in unserem Beitrag „Wie Geld anlegen“.

Was lässt sich kaufen?

XMarkets bietet neben Währungspaaren auch CFDs auf Aktien und Futures. Etwas irritierend ist, dass der Broker zwar eine Kategorie „Indizes“ bietet, dort aber kein einziger Index aufgeführt ist.

Neben den großen Weltwährungen („Majors“) wie US-Dollar, Euro und Yen gibt es auch eine Reihe von Paaren mit weniger bedeutenden Währungen wie der Norwegischen Krone oder dem Südafrikanischen Rand.

Börse

CFDs richten sich vor allem an kurzfristige Anleger. Wer mittel- bis langfristig investieren will, braucht einen klassischen Wertpapierbroker, beispielsweise die Consorsbank.

Bei den Aktien-CFDs liegt der Schwerpunkt auf US-Papieren, allerdings sind auch einige DAX-Titel wie SAP oder Bayer handelbar.

Daneben bietet der Broker neun Rohstoffe, darunter sowohl Energierohstoffe als auch Metalle und landwirtschaftliche Produkte wie beispielsweise Kaffee.

Unter den sechs Futures befinden sich unter anderem der BUND Future und der DAX Future.

XMarkets Kosten

Wie die meisten CFD-Broker finanziert sich XMarkets aus dem Spread, also aus der Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskursen.

Ein- und Auszahlungen

Einzahlungen sind bei XMarkets auf viele Arten möglich, beispielsweise mit Skrill, Neteller, Kreditkarten, Banküberweisung oder Maestro. Das Konto kann in Euro oder US-Dollar geführt werden. Mindestens müssen 250,- Euro eingezahlt werden. Ein kostenloses Demokonto bietet XMarkets nicht.

Ungewöhnlich ist, dass XMarkets als Authentifizierung vor einer Auszahlung unter anderem eine Kopie von Vorder- und Rückseite der Kreditkarte verlangt. Denn auf der Rückseite ist die Prüfziffer abgedruckt, die bei Online-Käufen oft eingegeben werden muss. Üblicherweise wird deshalb, wenn überhaupt, nur eine Kopie der Vorderseite verlangt.

Website, Kundenservice und Support

XMarkets bietet einen deutschsprachigen Support, der unter einer Lübbenauer Telefonnummer sowie im Chat erreichbar ist. Doch im XMarkets Test überzeugte der Kundenservice nicht. Als reine Interessenten konnten wir keine Fragen zum Hebel stellen.

XMarkets Regulierung

XMarkets ist in Deutschland nicht reguliert. Im Juli 2018 verkündete die BaFin, dass „sie der Betreiberin der Plattform „XMarkets“ (Celestial Trading Ltd.) keine Erlaubnis gemäß § 32 Kreditwesengesetz (KWG) zum Erbringen von Finanzdienstleistungen erteilt hat.“

XMarkets Regulierung

In Frankfurt am Main sitzt nicht nur die Europäische Zentralbank, sondern auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht. Sie weißt darauf hin, das XMarkets nicht reguliert ist.

Das bedeutet, dass das Unternehmen nicht als CFD Broker in Deutschland zugelassen ist. In der Praxis kann das zu Problemen führen. Beispielsweise wenn Kurse falsch gestellt oder Gewinne nicht ausgezahlt werden. Denn hier wäre sonst die Regulierungsbehörde der richtige Ansprechpartner.

XMarkets Erfahrungen anderer Nutzer

Eine Reihe von Nutzern berichtet davon, dass sie erzielte Gewinne nicht auszahlen konnten oder Rücküberweisungen von investiertem Geld nicht möglich waren.

Ob diese Berichte der Wahrheit entsprechen, lässt sich durch Aktien.net nicht prüfen. Allerdings ist die Vielzahl negativer Erfahrungen ungewöhnlich.

XMarkets Alternativen

Warum mit einem unbekannten Broker arbeiten, wenn gleichzeitig seriöse Konkurrenten als Alternative bereitstehen. Beispielsweise Plus500, ein weltweit agierender Forex- und CFD-Broker. Wer statt Differenzkontrakten lieber direkt Aktien kauft, kann das günstig bei Degiro tun.

XMarkets Betrug

Die bessere Wahl: Plus500 ist ein seriöser CFD und Forex Broker.

Wer langfristig Vermögen aufbauen will, fährt mit einem ETF-Depot besser. Gut lässt sich das bei der Consorsbank aufbauen. Oder man vertraut seinem Geld einem Robo Advisor an, beispielsweise beim Cominvest Depot der Comdirect Bank.

Fazit

Der CFD-Broker XMarkets hat mit der Deutsche Bank Tochter X-markets nichts zu tun. Das Unternehmen besitzt noch nicht einmal eine Lizenz für den CFD- und Forex-Handel in Deutschland. Trader sollten deshalb lieber auf regulierte Anbieter wie Plus500 ausweichen oder einen klassischen Aktienbroker wie Degiro oder Consorsbank wählen.

Hinweis: CFDs sind komplexe Instrumente und haben ein hohes Risiko. Sie können durch die Hebelwirkung schnell Geld verlieren. Zwischen 74% und 89% der Konten von Privatanlegern verlieren beim Handel mit CFDs Geld. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen wie CFDs funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

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