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Beste Broker 2019: Für jeden der richtige Anbieter

Wer ist der beste Broker im Jahr 2019? Viele Zeitschriften, Zeitungen und Internetseiten wollen auf diese Frage eine Antwort geben. Wir aber wissen: Nicht für jeden Anleger ist der gleiche Broker der beste. Der Eine möchte einen Großteil seines Geldes sicher anlegen, die Andere kauft und verkauft fast täglich Papiere und hat Spaß am “zocken” und ein Dritter möchte sein Kapital weitgehend oder sogar ganz vom Computer verwalten lassen. Wir haben deshalb fünf Broker für fünf verschiedene Anlegertypen gefunden. Wer jetzt schon weiß, dass ihm vor allem ein niedriger Preis wichtig ist, der kann auch einfach hier den zum Broker DeGiro wechseln, unserem günstigsten Anbieter.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Deutliche Unterschiede bei Gebühren
  • Günstige Broker bieten oft wenig weitere Dienstleistungen
  • Teilweise deutlich günstigere Konditionen im ersten Jahr
  • Automatisierte Geldanlage durch Robo Advisor immer beliebter

Unsere fünf Anlegertypen

Wir haben für fünf Anlegertypen den unserer Meinung nach jeweils besten Anbieter aus dem Broker-Vergleich herausgesucht. Wir haben sie anhand von drei wichtigen Kriterien gewählt:

  • Ist man bereit für mehr Komfort auch etwas auszugeben,
  • wie hoch ist die Bereitschaft das Depot zu wechseln und
  • ist eine automatisierte Vermögensverwaltung gewünscht?

Die fünf besten Broker 2019

Für ganz Eilige: Diese fünf Broker haben wir getestet und das ist ihr größter Pluspunkt:

BrokerWichtigster Pluspunkt 
DeGiroGünstigster BrokerDirekt zu DeGiro
DKB BrokerBestes Preis-LeistungsverhältnisDirekt zur DKB
ConsorsbankGute NeukundenangeboteDirekt zur Consorsbank
ComdirectZusätzliches Robo-Advisor DepotDirekt zu Comdirect
S BrokerMit Sparkassen Girokonto nutzbarDirekt zu S Broker

Der günstigste Anbieter im Broker-Vergleich 2019: DeGiro

Praktisch unschlagbar günstiger ist aktuell der niederländische Broker DeGiro. 2,00 Euro plus 0,026 Prozent des Umsatzes betragen die Gebühren aktuell, eine Mindestgebühr gibt es nicht. Damit kostet eine Order über 1.000,- Euro aktuell nur 2,26 Euro, eine über 10.000,- Euro 4,60 Euro (Stand 4/2019).

DEGIRO Bemerkenswert günstiger Handel

Günstige Konditionen bei DEGIRO.

Geld spart DeGiro vor allem dadurch, dass das Unternehmen sehr effizient arbeitet und sich ganz auf das Thema Brokerage konzentriert. Tages- oder Festgelder und Girokonten gibt es dort also nicht, dafür Zugang zu rund 50 Börsen weltweit. Während einigee Broker bei jeder Auslandsorder eine hohe Gebühr erheben, die oft deutlich über der für deutsche Aktien liegt, ist bei DeGiro der Handel im Ausland nicht zwangsläufig teurer als im Inland.

DeGiro bietet natürlich Zugang zu den klassischen Wertpapierbörsen und damit zu Aktien, Anleihen, Investmentfonds und ETFs (börsengehandelte Fonds), Optionsscheinen und ETCs (börsengehandelte Rohstoffe), um nur die wichtigsten zu nennen. Daneben lassen sich aber auch Optionen und Futures an Terminbörsen wie der Eurex handeln. Auch klassische Fonds und CFDs gehören zum Angebot.

DeGiro Handelsplätze

Eine Auswahl der über Börsen, an denen sich über DeGiro handeln lässt.

Allerdings hat DeGiro auch ein paar Nachteile. Es fehlen nicht nur Girokonto und Tagesgeld, auch Sparpläne werden nicht angeboten. Außerdem kosten einige Dienstleistungen Geld, die bei anderen Brokern in den Gebühren mit enthalten sind, beispielsweise Anmeldungen für die Hauptversammlung. Auch ist aufgrund Zulassung als Investmentgesellschaft die Einlagensicherung je Kunde auf 20.000 EUR begrenzt.

Fazit: Unsere Empfehlung für Trader, die aktiv handeln und weltweit häufig Aktien kaufen und verkaufen. Bei großen Umsätzen ist es leicht zu verschmerzen, dass man für Bankgeschäfte einen anderen Anbieter braucht (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: Wer lieber einen inländischen Broker möchte und trotzdem dauerhaft niedrige Gebühren wünscht, findet das beim Discount-Broker flatex.

Alles aus einer Hand und trotzdem günstig: DKB Bank

Die DKB Bank ist eine klassische Direktbank, auch wenn sie erst 1990 gegründet wurde. Sie ging aus der Staatsbank der DDR hervor, heute ist sie eine Tochter der Bayerischen Landesbank. Kundeneinlagen sind deshalb nicht über die Einlagensicherung der Privatbanken, sondern über die der öffentlich-rechtlichen Geldinstitute abgesichert. Die BayernLB hat eine Patronatserklärung abgegeben, wonach sie in Höhe ihrer Anteilsquote dafür sorgt, dass die DKB AG ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt. Ausgenommen hiervon sind politische Risiken wie Auszahlungsverbot oder Krieg.

Sie punktet vor allem mit einem kostenlosen Girokonto und kostenloser VISA-Karte, mit der sich in der Eurozone an fast jedem Automaten gebührenfrei Geld abheben lässt, egal ob er einer Sparkasse, einer Raiffeisenbank oder einer privaten Bank gehört. Außerdem gehören viele andere Sparprodukte zum Dienstleistungspaket, beispielsweise ein Tagesgeldkonto, Festgelder oder das Zuwachssparen, bei dem das Geld regelmäßig verfügbar ist, treue Sparer aber mit wachsenden Zinsen belohnt werden.

DKB Zuwachssparen

Stand 10/2016 – Zuwachssparen ist aktuell eine interessante Alternative zum Festgeld, denn im Falle steigender Zinsen kann es gekündigt und das Geld neu investiert werden. Die DKB gehört zu den wenigen Banken, die sowohl diese Sparform als auch ein Depot anbieten.

Gleichzeitig bietet das Unternehmen aus Berlin mit dem DKB Broker aber auch einen guten Wertpapierhandelsservice. Die Konditionen liegen in einem ähnlichen Rahmen wie bei anderen klassischen Direktbanken. Sie sind also teurer als bei DeGiro oder flatex, aber deutlich günstiger als die Kosten bei den meisten Banken mit Filialnetz. Über 1,5 Millionen Wertpapiere sind nach Angaben von DKB handelbar, nicht nur über die neun deutschen Börsen, sondern auch über zahlreiche Handelsplätze im Ausland. Allerdings ist der Handel im Ausland deutlich teurer als im Inland, er kostet bei einer Order mit einem Wert von weniger als 10.000,- Euro rund das doppelte.

DKB Depot - das Wichtigste auf einen Blick

DKB Depot – die wichtigsten Infos auf einen Blick.

Ein großer Pluspunkt ist die hohe Zahl an Fonds- und ETF-Sparplänen. Gerade für Kleinanleger sind die eine gute Möglichkeit, langfristig Vermögen aufzubauen. Mit einem ETF auf den MSCI All Countries World Index beispielsweise wird das Geld weltweit angelegt. Und durch den Sparplan wird auch das Einstiegsrisiko verringert. Niemand läuft jetzt Gefahr, alles direkt am Abend vor einem Crash zu investieren. Auch der automatisierten Depotwechselservice über den Kooperationspartner FinReach ist eine zeitsparende Erleichterung.

Allerdings bietet der DKB Broker nur den Zugang zu Wertpapierbörsen und keinen Handel mit CFDs. Die aber sind wegen des hohen Risikos ohnehin nur für die wenigsten Menschen geeignet.

Fazit: Die DKB Bank ist ein empfehlenswerter Broker für alle, die Wert auf Bequemlichkeit legen. Auch wenn die Gebühren etwas höher sind als bei DeGiro, beim Preis-Leistungs-Verhältnis ist die DKB Top (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: Ein ähnliches Angebot macht die ING (früher ING DiBa). Einige Produkte wie das Wachstumssparen bietet diese (aktuell) nicht, dafür aber die Möglichkeit Geld von einem Robo Advisor verwalten zu lassen – allerdings erst ab 10.000,- Euro.

Für regelmäßige Wechsler und einmalige Geldanlage: Consorsbank

Wer regelmäßig sein Depot wechselt, der profitiert besonders von Neukundenangeboten. Bleibt man seiner Bank 20 Jahre lang treu, dann fallen die günstigen Konditionen im ersten Jahr langfristig nicht ins Gewicht und sollten kaum eine Rolle spielen. Anders, wenn man ohnehin jährlich oder zumindest zweijährlich wechselt. Oder wenn man Geld geerbt hat und jetzt viel investiert, langfristig aber nur noch kleinere Beträge investiert, beispielsweise über einen Sparplan. Dann zahlen sich gute Konditionen im ersten Jahr besonders aus, vor allem wenn niedrige Gebühren mit attraktiven Tagesgeldzinsen kombiniert sind. Denn auch eine Erbschaft sollte man nicht innerhalb von wenigen Tagen komplett investieren.

So präsentiert sich die Consorsbank auf ihrer Homepage

Immer wieder bietet die Consorsbank auch für ein Jahr attraktive Tagesgeldzinsen. Allerdings laufen solche Aktionen meist kurzfristig, Kunden sollten also zunächst die Internetseite besuchen und schauen, ob das aktuell der Fall ist.

Die Consorsbank bietet immer wieder günstige Aktionsangebote, bei denen Neukunden und Kunden, die innerhalb der vergangenen 24 Monate keine Wertpapiere gehandelt haben. Sie können dann beispielsweise bei einem Ordervolumen von maximal 20.000,- für nur 4,95 Euro je Teilausführung handeln. Hinzu können noch Börsenentgelte kommen, die beim Handel über die Berliner Tradegate Exchange aber entfallen. Insgesamt stehen Anlegern 30 Börsen weltweit zur Auswahl, darunter natürlich auch die neun deutschen. Allerdings liegen die Mindestgebühren im Ausland oft deutlich höher. Nur in Frankreich, Spanien und Luxemburg handelt man zum gleichen Preis wie an den inländischen Märkten, in den USA sind die Kosten etwa doppelt, bei weiteren Märkten wie Hongkong, London oder Tokio fast fünfmal so hoch.

Consorsbank mobil

Die Consorsbank bietet auch den Handel mit CFDs.

Außer den Handel mit Aktien, Anleihen, ETFs und Zertifikaten bietet die Consorsbank auch das Trading mit CFDs, das sich vor allem an spekulative Trader richtet. Mit dem Eurex-Konto können Kunden außerdem an der Terminbörse Eurex Optionen und Futures handeln.

Manchmal bietet die Consorsbank auch attraktive Tagesgeldangebote für ein Jahr, im Zeitalter der Niedrigzinsen ist das aber immer seltener der Fall. Attraktiv sind die niedrigen Konditionen, wenn man beispielsweise Euro geerbt hat und jetzt 20.000,- oder 50.000,- Euro anlegen will. Dann profitiert man voll von den niedrigen Kosten im ersten Jahr. Ab dem zweiten Jahr (und bei Beträgen ab 20.000,01 Euro) steigen die Gebühren zwar mindestens auf die bei vielen Direktbanken üblichen 9,95 Euro, dafür hat man dann aber auch alle Dienstleistungen unter einem Dach.

Fazit: Attraktiv sind vor allem die günstigen Konditionen im ersten Jahr. Außerdem bietet die Consorsbank praktisch alle Bankdienstleistungen (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: Auch die Comdirect Bank macht oft besondere Angebote für Neukunden und bietet ebenfalls alle Dienstleistungen einer Direktbank.

Mit automatisierter Vermögensverwaltung: Comdirect Bank

1994 gegründet gehört die Comdirect Bank zu den “alten Hasen” unter den Online-Brokern und hat sich mittlerweile zu einer vollwertigen Direktbank weiterentwickelt. Nach wie vor gehört sie überwiegend zum Reich der Commerzbank, auch wenn kleinere Aktienpakete in den Händen anderer Teilhaber liegen.

Neben einem Depot bietet die Comdirect Bank auch ein kostenloses Girokonto, Tages- und Festgelder. Außerdem lassen sich über das Währungskonto Gelder in zwölf verschiedenen Auslandswährungen anlegen, darunter US-Dollar, Japanische Yen oder Britische Pfund. Allerdings sind diese Konten meist unverzinst, lediglich für Gelder in Australischen Dollar, Südafrikanischen Rand und Türkischer Lira gibt es zwischen 1,0 und 4,0 Prozent Zinsen.

Cominvest Robo Advisor Test

Cominvest bietet eine Vermögensverwaltung auf Basis intelligenter Technologie und Expertenwissen.

Die Besonderheit von Comdirect ist aber das Cominvest Depot, das Kunden parallel zum regulären Depot (oder auch statt eines regulären Depots) eröffnen können. Dabei müssen sie zunächst ihr Risikoprofil festlegen, dann wird das Geld automatisch von einem Algorithmus (“Robo Advisor”) in verschiedenen ETFs investiert. So wird für breite Risikostreuung bei guten Gewinnaussichten gesorgt. Alle Vorschläge des Robo Advisors werden von Mitarbeitern noch einmal geprüft und wer möchte, kann auch zur Bedingung machen, dass ihm alle Entscheidungen des Algorithmus zunächst vorgelegt werden und er dann selbst entscheidet, ob sie umgesetzt werden.

So lässt sich eine breite und gute Grundlage für einen langfristigen Vermögensaufbau legen, bei Kosten die unter denen eines aktiv verwalteten Fonds liegen. Wer möchte, kann natürlich parallel dazu mit dem “normalen” Comdirect Depot eigene Wertpapiere kaufen. Möglich ist eine Cominvest Depot bereits bei einer Mindestanlage von 3.000,- Euro.

Fazit: Die Geldanlage per Robo Advisor bietet eine gute Grundlage, auch für Anleger, die einen Teil ihres Geldes gerne selbst verwalten wollen (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: Wem die Mindestanlage von 3.000,- Euro zu hoch ist, der kann bei VisualVest bereits ab einmalig 500,- Euro oder 25,- Euro monatlich Geld von einem Robo Advisor anlegen lassen.

Für Sparkassen-Kunden: S Broker

Wer Kunde bei einer Sparkasse ist und in den Wertpapierhandel einsteigen will, kann in vielen Fällen sein Girokonto als Verrechnungskonto nutzen und trotzdem zu ähnlichen Konditionen handeln wie bei Comdirect, der Consorsbank (abgesehen von den Neukundenangeboten natürlich) oder der DKB Bank. Denn die Sparkassen haben mit dem S Broker einen gemeinsamen Online-Broker ins Leben gerufen.

S Broker Immobilienfonds online kaufen

Wer Aktien kaufen und dabei eine Sparkasse nutzen will, tut das besser über den S Broker.

Attraktiv ist bei S Broker vor allem die große Auswahl an Sparplänen, die sich schon ab 100,- Euro jährlich nutzen lassen. Leider kooperieren nicht alle Sparkassen mit dem Broker. Kunden der Stadtsparkasse München können beispielsweise Wertpapierkäufe und -verkäufe direkt über ihr Girokonto abrechnen, Kunden der Kreissparkasse München (offiziell Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg) dagegen nicht. In Köln dagegen bieten sowohl die Kreis- als auch die Stadtsparkasse diesen Service. Bietet die lokale Sparkasse diesen Service nicht oder ist man kein Kunde einer Sparkasse, wird von S Broker ein ganz normales Verrechnungskonto eröffnet. Ein Sparkassen-Girokonto ist also keine Voraussetzung.

Fazit: Für alle, die bereits ein Girokonto bei der Sparkasse haben und dort auch bleiben wollen, aber einen günstigeren Broker suchen (hier geht's zum ausführlichen Test).

Alternative: Wer gerne der Sparkassen-Idee treu bleiben will, kann das auch mit einem Depot bei 1822 direkt tun. Dabei handelt es sich um eine Vertriebstochter der Frankfurter Sparkasse. Auch die DKB Bank gehört über die Bayern LB teilweise den Sparkassen.

Fazit

Viele Broker bieten in Deutschland ihre Dienste an, welcher der Beste ist hängt auch von den individuellen Ansprüchen ab. Wer bisher nicht fündig geworden ist, kann auch einfach einen Blick in unseren Online-Broker-Vergleich werfen. Dort findet man auch die aktuellen Konditionen für die vorgestellten Broker. Allerdings gelten einige, beispielsweise bei der Consorsbank, nur im ersten Jahr.

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