ETF Sparplan Vergleich – die besten Broker im Überblick (2020)

Unser ETF Sparplan Vergleich hat die besten Broker für ETFs gefunden. Aber ist ein ETF überhaupt die richtige Wahl? Warum schneiden die einen im Vergleich besser ab als die anderen? Und was ist der Unterschied zwischen einem ETF Sparplan Vergleich und einem Fondssparplan Vergleich?

Was ist ein ETF?

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund, also börsengehandelten Fonds. Somit sind ETFs streng genommen Fonds und ein ETF Sparplan ist damit eine besondere Form des Fondssparplans. Wer Aktienfonds sagt, meint aber meist aktiv verwaltete Fonds. Dabei wählen Fondsmanager die aussichtsreichsten Aktien aus. Leider sind sie dabei meist auch nicht erfolgreicher als ihr Vergleichsindex. Gleichzeitig kosten Manager und Analysten viel Geld. Nach Berücksichtigung der Gebühren ist kaum noch ein Fonds besser als sein Vergleichsindex.

ETFs sind dagegen meist Indexfonds die einfach nur einen Index wie den DAX abbilden. Ihre Gebühren liegen deshalb meist unter 1,0 Prozent – und trotzdem sind sie erfolgreicher als viele aktiv verwaltete Fonds. Teuer ist bei klassischen Fonds schon der Kauf. Nicht selten fällt ein Ausgabeaufschlag von 3,0 bis 5,0 Prozent an.

Wie kann ich ETFs kaufen?

ETFs lassen sich dagegen einfach über die Börse kaufen. Dafür braucht man nur ein Depot bei einer Bank oder einem Broker. Das gibt es oft kostenlos. Statt eines Ausgabeaufschlags zahlt man dann eine Ordergebühr, die bei vielen Direktbrokern im Bereich von 10,00 Euro liegt.

Wer regelmäßig in ein ETF investieren will, der sollte aber besser einen Sparplan abschließen. Dabei sind die Gebühren nämlich deutlich niedriger, sie liegen dann oft unter 3,00 Euro. Außerdem können auch Bruchteile von Fonds gekauft werden. Wer beispielsweise monatlich 100,00 Euro investiert, der erhält unter Umständen genau 5,65366 Anteile. Eben so viel, dass am Ende eine Summe von genau 100,- Euro steht.

Vor- und Nachteile von ETF Sparplänen

Aber warum sollte ein Anleger überhaupt regelmäßig investieren und nicht zuerst sparen, bis er ausreichend Geld zusammen hat um einen größeren Posten zu kaufen? Dafür sprechen vor allem zwei Gründe. Es gibt auch zwei Nachteile, die aber für die meisten Sparer weniger ins Gewicht fallen als die Vorteile.

Vorteil 1: Risikostreuung

Der wichtigste Vorteil eines ETF Sparplans ist die Risikostreuung. Langfristig machen Anleger mit einem breit diversifizierten Aktienportfolio meisten Gewinne. 1988 startete der DAX mit 1.000 Punkten, genau 30 Jahre später stand er mehr als zwölfmal so hoch. Wer aber im Jahr 2000 genau vor dem Beginn der Korrektur einstieg, der verlor zwischenzeitlich rund zwei Drittel seines Vermögens. Erst 2007 war er wieder im Plus, wenngleich nur kurz. Denn es folgte der nächste Rückschlag, ehe auch der im Jahr 2013 überwunden war.

Wer nicht bis 2013 warten konnte und den richtigen Zeitpunkt 2007 verpasste, der verlor Geld, wenn er zum ungünstigsten Zeitpunkt kaufte. Mit einem Sparplan hätten Anleger das vermeiden können. Wer sein Geld zwischen dem Jahr 2000 und 2003 monatlich investierte, der kaufte einen Teil seiner Aktien am Anfang des Jahres 2000, als der DAX über 7.500 Punkten lag, einen anderen aber Anfang 2003 bei unter 2.500 Punkten.

Weil bei einem Sparplan teilweise zu hohen und teilweise zu niedrigen Kursen gekauft wird spricht man von einem Cost-Average-Effekt, also einem Durchschnittskosteneffekt. Verstärkt wird der dadurch, dass Anleger bei niedrigen besonders viele Anteile kaufen. Denn für 100,- Euro erhielt man zum Tiefstkurs dreimal so viele Anteile wie zum Höchstkurs.

Vorteil 2: Anreiz zum Sparen

Der zweite Vorteil ist die Tatsache, dass ein Sparplan zu regelmäßigen Einzahlungen motiviert. Das Geld wird automatisch abgebucht und kann dann nicht mehr ausgegeben werden. Bleibt das Geld dagegen auf dem Girokonto, bringt es keine Zinsen und im schlimmsten Fall verleitet der hohe Kontostand dazu, mehr Geld auszugeben als geplant.

Nachteil 1: Unflexibel

Die regelmäßige Einzahlung ist aber auch ein Nachteil. Wer das Geld in einem Monat braucht, muss seinen Sparplan pausieren. Das ist bei guten Brokern möglich, man muss sich aber darum kümmern. Gut ist es ohnehin, wenn man einen kleinen Puffer auf dem Giro- oder Tagesgeldkonto hat.

Nachteil 2: Höhere Kosten

Die Gebühren für einen Kauf über einen Sparplan sind günstiger als bei einer regulären Order. Allerdings kauft man dafür monatlich oder zumindest quartalsweise Wertpapiere statt nur einmal. Wer monatlich für 3,- Euro in einen Sparplan investiert, der hat am Ende des Jahres 36,- Euro ausgegeben. Wer dagegen einmal ETFs kauft, den kostet das bei den meisten Online-Brokern rund 10,- Euro.

Allerdings sind die höheren Gebühren ihr Geld meistens Wert. Außerdem bieten viele Broker ETF-Sparpläne ganz ohne Kaufgebühren, wie unser ETF Sparplan Vergleich zeigt.

Was macht einen guten ETF Sparplan aus?

Warum schneiden die einen Broker in unserem ETF Sparplan Vergleich besser ab als andere? Was macht einen guten Broker aus? Wichtig sind vor allem diese Faktoren:

  • Große Auswahl an Sparplänen
  • Niedrige Gebühren
  • Gebührenfreie Sparpläne
  • Weitere Bankdienstleistungen

Nicht jeder ETF ist sparplanfähig. Das liegt auch daran, dass man ETFs im Regelfall nur in ganzen Stücken kaufen kann. Bei Sparplänen werden aber auch Bruchteile erworben, damit man genau auf den gewünschten Betrag kommt. Ein guter Broker sollte viele sparplanfähige ETFs bieten. Wer natürlich genau weiß was er will, für den ist es ausreichend, wenn der gewünschte ETF vom Broker angeboten wird.

Wichtig sind natürlich niedrige Gebühren. Am besten sind Sparpläne, bei denen überhaupt keine Ordergebühren anfallen. Viele Broker haben Verträge mit ETF-Emittenten wie Comstage, Xtrackers oder Deka. Sie erhalten aus den jährlichen Verwaltungsgebühren eine Zahlung und verzichten dafür auf Ordergebühren. Das lohnt sich natürlich nur, wenn die jährlichen Kosten nicht im Gegenzug sehr hoch sind.

Vorteilhaft ist es auch, wenn der Broker weitere Bankdienstleistungen anbietet. Beispielsweise ein kostenloses Girokonto und ein attraktives Tagesgeld. Das vermindert den Aufwand.

Sparplankosten am Beispiel der Consorsbank

Consorsbank ist eine Marke der französischen Großbank BNP Paribas. 1994 gegründet gehört sie mittlerweile zu den etablierten Akteuren. Sie bietet vom Girokonto über Tages- und Festgeld bis hin zu Krediten alle wichtigen Bankdienstleistungen für Privatkunden.

Sparpläne bietet sie sowohl für das Tagesgeldkonto als auch für Aktien, Fonds und ETFs. Ein großer Pluspunkt ist dabei die geringe Mindesteinzahlung von nur 25,- Euro. Weil die Gebühren als Prozentsatz der Anlagesummer berechnet werden, lassen sich auch geringe Beträge mit einem vertretbaren Kostenaufwand anlegen.

Wer monatlich beispielsweise 100,- Euro investiert, zahlt pro Monat 1,50 Euro. ETFs von Lyxor und Xtrackers sind sogar kostenlos (Stand 2018). Natürlich fällt eine jährliche Verwaltungsgebühr an, die ist aber unabhängig vom Broker und auch davon, ob der ETF als Sparplan oder über eine reguläre Order gekauft wurde.

Weitere Informationen findet man in unserem ETF Sparplan Vergleich.

Sparplan einrichten Schritt für Schritt

Wer noch kein Konto bei der Consorsbank besitzt, muss zunächst eines eröffnen. Dazu muss man, wie bei allen Banken, seine Finanzkenntnisse detailliert darlegen. Zu dieser Bestandsaufnahme sind Broker gesetzlich verpflichtet.

Im nächsten Schritt wird der ETF Sparplan angelegt. Dazu müssen Kunden vor allem

  1. einen ETF auswählen,
  2. den gewünschten Anlagerhythmus angeben, beispielsweise eine monatliche Einzahlung,
  3. die Höhe des Anlagebetrags festlegen.

Bei der Auswahl eines ETFs helfen unsere Ratgeber. Der Name des ETFs, die ISIN oder die Wertpapierkennnummer (WKN) lässt sich dann einfach in das Auswahlfeld kopieren.

Dann müssten Anleger nur noch beachten, dass genug Geld auf dem Konto ist. Idealerweise wird die Sparrate kurz nach dem Gehaltseingang abgebucht. Bei vielen Brokern können Anleger deshalb wählen, ob sie am 1. oder am 15. eines Monats investieren.

Fazit

ETF Sparpläne sind eine sehr gute Möglichkeit, um regelmäßig Geld zu investieren. Sie animieren zum Sparen und der Cost-Average-Effekt senkt das Risiko von Verlusten. ETFs sind außerdem deutlich kostengünstiger als klassische Fonds und können jederzeit wieder verkauft werden. ETFs auf Indizes wie den MSCI All Countries World Index erlauben außerdem eine Streuung über verschiedene Firmen in verschiedenen Ländern. Gute Broker finden sich in unserem ETF Sparplan Vergleich.